6 Tipps für bessere Fotos mit viel Gefühl

Kategorisiert in Fotografie
Gefühlvolle Fotos machen

Du fragst dich, wie du bessere Fotos machen kannst? Schaue dir ein Foto an, das du großartig findest und frage dich, warum es dich anzieht.

Bestimmt, weil es ein Gefühl in dir auslöst. Weil es dein Herz berührt hat. Auf welche Art und Weise auch immer.

Für tolle Fotos brauchst du keine bessere Kamera und auch kein besseres Objektiv, sondern viel Gefühl. Hier sind meine besten Tipps, wie du bessere Fotos machst, die direkt ins Herz gehen.


Mit deinen Themen verschmelzen

Hast du dich schon einmal gefragt, warum du fotografierst? Antworten wie „ich will mit meinen Fotos meine Marke auf Instagram stärken“ meine ich nicht, sondern mehr Antworten wie „ich liebe es in der Natur spazieren zu gehen und mit meiner Kamera kleine besondere Details am Wegesrand einzufangen“.

Für mich sind meine Themen der Grund, warum ich überhaupt fotografiere. Sie sind der Motor, der mich antreibt, auf eine Fototour zu gehen. Das Meer, die Landschaft an der Küste, das einfache Leben, besondere Orte in der Natur und in der Stadt.

Wenn ich fotografiere, was ich liebe, dann bin ich mit dem Herzen dabei und es fällt mir leicht, meine Gefühle in meinen Fotos auszudrücken.

Du weißt noch nicht so genau, was deine Themen sind oder was du am liebsten fotografierst? Diese beiden Fragen helfen dir bestimmt ein paar Antworten zu finden:

  • Was treibt dich wirklich an – in deiner Arbeit und in deinem Leben?
  • Zu welchen Orten, Umgebungen, Menschen, Dingen hast du eine innige Beziehung?

Bessere Fotos entstehen, wenn du bereits im Vorfeld mit deinen Themen verschmolzen bist. Versuche einmal tief einzutauchen und das Gefühl herauszulocken, dass du mit deinen Themen verbindest.


Momente und kleine Details aufspüren

Für mich geht es beim Fotografieren weniger um das Erzählen von ganz großen Geschichten, sondern mehr um das Erzählen von persönlichen Momenten und kleinen Details. Das Foto unten ist auf einer Treppe in einem Urlaub auf Mallorca entstanden. Da der Ausblick auf die Küste sehr schön war, haben wir dort unseren Kuchen gegessen. Die Situation mit den Tellern auf der Treppenstufe und die Lichtstimmung waren für mich so besonders, dass ich sie einfach mit meiner Kamera einfangen musste.

Gefühlvolle Fotos sind Fotos, die Momente und Details zeigen

Durch das Erzählen von Momenten oder kleinen Details, die wir als schön, besonders oder bedeutungsvoll empfinden, entsteht eine Verbindung zwischen uns und der Person, die das Bild betrachtet.

Was wir sehen und uns berührt, ist nicht, warum das Foto entstanden ist. Es sind viel greifbarere Dinge:

  • Der Ort oder die Umgebung
  • Die Mensch(en)
  • Der Zeitpunkt oder die Jahreszeit

Bessere Fotos entstehen, wenn du als aller erstes wahrnehmen kannst, was dich an einem Ort, einem Menschen oder in einem Moment begeistert hat.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie du dein fotografisches Augen trainierst. Hier sind drei, die ich am einfachsten und wirkungsvollsten finde:

  • sei langsam
  • fotografiere täglich
  • mache viele Fotos



Das richtige Werkzeug haben

Die Frage ist nun, wie schaffst du es jetzt Momente und Details mit deiner Kamera einzufangen, die dich zum Leuchten bringen?

Mit den richtigen Tools. Und damit meine ich nicht das Equipment. Ich finde sogar, dass ein Smartphone die ideale Kamera ist, um bessere Fotos mit Gefühl zu machen. Viel entscheidender sind eine Hand voll guter Gestaltungstechniken, die dir dabei helfen das Besondere und Schöne zum Ausdruck zu bringen. Du findest sie hier.

Wenn du verinnerlicht hast, wie du zum Beispiel Ruhe in dein Bild bringst oder dein Hauptmotiv besser in den Vordergrund stellst, fühlst du dich sicher beim Fotografieren. Du hast dann den Kopf für alles andere frei und kannst dich auf den Ort, die Menschen und die Stimmung einlassen, die du mit deiner Kamera einfangen möchtest.


Mit Licht eine Stimmung erzeugen

Oh das Licht! Wie oft kommt mir dieser Satz über die Lippen, wenn ich mich von einem Bild angezogen fühle. Nichts kann für mich besser eine Stimmung erzeugen oder beeinflussen, als Licht. Und gefühlvolle Fotos leben von der Atmosphäre.

Dark & Moody

Dark & Moody

Wenn du in einer sehr dunklen Umgebung fotografierst, zum Beispiel unter einem Baum oder vor einem dunklen Hintergrund, erzeugst du eine geheimnisvolle, gemütliche oder auch melancholische Stimmung. Die Kontraste in deinem Bild sind stärker, was an den härteren Kanten der Schatten und Lichtern liegt. Dadurch wirkt das Bild besonders spannungsvoll.

Light & Airy

Light & Airy

Fotografierst du hingegen in einer hellen Umgebung mit weichem Licht, ohne dass dein Motiv direkt von der Sonne angestrahlt wird, dann entstehen sehr weiche oder sogar gar keine Schatten. Dein Bild wirkt dadurch leicht, unbeschwert und freundlich.

Frage dich:

  • Aus welcher Richtung kommt das Licht?
  • Ist das Licht direkt oder diffus?
  • Gibt es Schatten? Wenn ja, sind sie hart oder weich?

Versuche beim Fotografieren zu beurteilen, welche Wirkung das Licht auf dein Motiv hat. Welches Gefühl entsteht?

Wenn das Licht nicht das ausdrückt, was du dir vorgestellt hast, reagiere darauf. Helle starke Schatten zum Beispiel mit einem Aufheller auf oder nutze einen Diffusor, um direktes Licht zu streuen und weicher werden zu lassen. Manchmal ist es auch sinnvoll, den Standort zu wechseln, zum Beispiel in den Schatten zu gehen oder zu einer anderen Tageszeit zu fotografieren, um bessere Fotos zu machen.

Mehr Tipps zum Thema Licht, findest du in diesem Artikel.


Im Flow sein

Es kommt bei mir selten vor, dass ich etwas entdecke, drauf halte und das Foto im Kasten habe. Das Fotografieren ist für mich ein Prozess, indem ich etwas Neues langsam kennenlerne. Auch, wenn das nicht immer möglich ist, versuche ich mir dabei viel Zeit zu nehmen. Dann kann ich mich am besten auf alles voll und ganz einlassen und komme in den Flow.

Ich fange meistens damit an, verschiedene Perspektiven auszuprobieren, gehe vor und zurück, nach links, nach rechts, schaue mir zwischendurch die Bildvorschau an und optimiere mein Bild immer weiter. Ich taste mich ganz langsam vor. Irgendwann komme ich in einen Flow-Zustand und das Bild wird immer besser. Es passiert mir oft, dass ich noch näher an mein Motiv herangehen muss, damit der Funke überspringt.

Fotos mit Gefühl entstehen für mich am besten, wenn ich im Flow bin. Dann bin ich im Hier und Jetzt angekommen und ganz eins mit meiner Kamera.


Farben verfeinern

Sobald ich meine Fotos im Kasten habe, freue ich mich schon auf die Nachbearbeitung in Lightroom, um zu sehen, wie die Farben in meinem Look aussehen. Erst dann fühlen sich meine Fotos nach „mir“ an.

RAW-Foto vor und nach der Anwendung eines Farbpresets in Lightroom

„Farbe ist eine Kraft, die die Seele direkt beeinflusst“, sagte schon Wassily Kandinsky.

Mithilfe von Farbpresets, die du mit einem Klick auf deine Fotos anwendest, verfeinerst du in Lightroom die Farbpalette und optimierst das Look and Feel deiner Fotos.

Aus einem hellen Bild mit vielen bunten Farben lässt sich jedoch nicht einfach ein „Dark & Moody“-Look erzeugen. Und in der Nachbearbeitung wirst du auch keinen „Light & Airy-Look“ zaubern können, wenn du mit schummriger Beleuchtung fotografiert hast und die Farben sehr trist waren.

Achte daher bereits beim Fotografieren vor allem auf das Licht und die Farben, um die Stimmung und das Gefühl einzufangen, die du bewirken möchtest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.