Lightroom Mobile, CC oder Classic? Finde heraus, welche Variante die beste für deine Bildbearbeitung ist

Lightroom Varianten für die Bildbearbeitung

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Lightroom ist ein sehr wichtiges und vertrautes Tool für meine Bildbearbeitung. Doch wer die Software-Familie noch nicht kennt, tut sich oft schwer und fragt sich: welche Lightroom-Variante ist die richtige für mich? Auf der einen Seite gibt es Lightroom Mobile für die Bildbearbeitung auf dem Smartphone und auf der anderen Lightroom Classic für den Desktop. Doch dazwischen liegen noch weitere Optionen.

Dieser Leitfaden hilft dir dabei herauszufinden, welche Variante am besten zu deinem Budget, deinen Fähigkeiten und deinen Bedürfnissen passt.


Stand: 13. April 2021

Variante 1

Lightroom mobile kostenlos

Eine gute Wahl, wenn du Fotos mit deinem Smartphone machst und sie auf dem selben Gerät einfach und auf einem hohen Level bearbeiten möchtest.

Mit der kostenlosen Version der Lightroom-App hast du auf deinem Smartphone bereits ein starkes Tool an deiner Seite. In diesem Artikel erkläre ich dir, wie du mit den kostenlosen Grundwerkzeugen deine Bilder bearbeitest. Zum Beispiel durch das Anwenden von Presets (Vorgaben), mit denen du deinen Bildern einen einheitlichen Look verleihst.

Deine Bilder werden, sowie du es von deiner vorinstallierten Foto-App kennst, lokal auf deinem Smartphone gespeichert. Die App kannst du dir zusätzlich auch auf deinem Tablet installieren. Die Fotos lassen sich jedoch nicht auf deinen mobilen Geräten synchronisieren. Das bedeutet, dass deine Fotos nicht automatisch und gleichzeitig sowohl auf deinem Smartphone und auf deinem Tablet verfügbar sind, sowie es mit der Pro-Version (Variante 2) möglich ist.

Denk daran, immer ein Backup von all deinen Fotos und auch deinen Presets zu machen. Denn durch neue Updates kann es passieren, dass Dateien in der App verloren gehen. Gut ist auch, Updates ein paar Tage abzuwarten und zu prüfen, ob es Probleme gibt.

Mit an Bord ist auch die Kamera, mit der du manuell, RAW und HDR fotografieren kannst. Alle Fotos, die du direkt mit der Lightroom-Kamera aufnimmst, werden auch in der App gesammelt und lokal auf deinem Smartphone gespeichert. RAW-Fotos, die du mit anderen Apps oder einer DSLR-Kamera machst, lassen sich nicht importieren.

Die App kannst du dir kostenlos im App-Store auf deinem Android- oder iOS-Gerät herunterladen.

Preis: kostenlos (mobil via App-Store)


Variante 2

Lightroom mobile Premium

Eine gute Wahl, wenn du einen einfachen mobilen Foto-Workflow für deine Smartphone- und DSLR-Fotos brauchst und mit noch mehr Werkzeugen sehr viel aus deinen Bilder herausholen möchtest.

Mit dieser kostenpflichtigen Lightroom-Variante für Mobilgeräte werden dir zusätzliche Premium-Funktionen freigeschaltet, mit denen du deine Bilder noch gezielter und genauer bearbeiten kannst. Zum Beispiel die „Selektive Korrektur“. Mit dem Tool änderst du die Farbe oder Belichtung von nur bestimmten Bildbereichen. Super ist auch das Reparatur-Werkzeug, um störende Bildelemente zu entfernen. Du hast außerdem die Option nicht nur den Ausschnitt, sondern auch die Perspektive zu korrigieren, falls bei deiner Aufnahme Bildverzerrungen entstanden sind. Das geht mit dem „Geometrie“-Werkzeug. Mit den Batch-Einstellungen sparst du Zeit, denn du kannst mit ihnen Korrekturen und Presets auf mehrere Bilder gleichzeitig anwenden.

Deine Bilder werden nicht lokal, sondern ausschließlich in der Adobe Creative Cloud gespeichert und auf all deinen mobilen Geräten synchronisiert. Vorausgesetzt du hast die Apps dort auch installiert. Wenn du zusätzlich ein Tablet hast, kannst du dir deine Bilder auch in Groß ansehen und dadurch detaillierter bearbeiten. Das ist vor allem von Vorteil, wenn du deine Fotos in einem größeren Format, zum Beispiel auf deiner Website veröffentlichen möchtest.

Dir steht keine Desktop-App zum Bearbeiten und Synchronisieren deiner Bilder zur Verfügung. Wenn du nur mit Apple-Geräten arbeitest, nutze die Airdrop-Funktion, um deine Bilder zwischen einem mobilen Gerät und deinem Desktop-Computer auszutauschen.

Mit Lightroom CC mobile kannst du auch RAW-Fotos von deiner DSLR- oder Systemkamera direkt in Lightroom per Kabel importieren. Wenn du ein iPhone hast, geht das mit einem Lightning auf USB Kamera-Adapter oder dem Lightning auf SD Kartenlesegerät.

Lightroom Mobile Premium kennen viele nicht, da sie nicht im Abo-Vergleich auf der Website zu finden ist, sondern nur ersichtlich wird, wenn man die kostenlose Lightroom-App installiert hat. Tippe in der App auf das Symbol ganz oben rechts, um zu den Einstellungen zu gelangen und tippe dann auf Premium-Funktionen. Es öffnet sich ein Dialogfenster, über das du zunächst ein kostenloses Probeabo abschließen kannst, um alles in Ruhe zu testen.

Preis: ca. 5 € im Monat (mobil via. App-Store)


Variante 3

Lightroom CC

Eine gute Wahl, wenn du Smartphone- und DSLR -Fotos sowohl auf deinen mobilen Geräten als auch auf dem Desktop bearbeiten und deinen gesamten Foto-Workflow extrem vereinfachen willst.

Mit dieser kostenpflichtigen und teureren Version kannst du Lightroom zusätzlich auch auf deinem Desktop nutzen. Deine Bilder werden auf deinen Mobilgeräten und deinem Desktop-Computer synchronisiert. Wenn du dir also früher deine Fotos per E-Mail zugeschickt oder in die Dropbox gelegt hast (so wie ich), damit du sie auf dein Smartphone bekommst, dann gehört das jetzt der Vergangenheit an. Ein großer Vorteil ist natürlich auch, dass du deine Bilder durch die größere Ansicht viel genauer bearbeiten kannst.

In der Desktop-Anwendung kannst du außerdem ein Backup deiner Bilder auf deiner lokalen oder externen Festplatte machen.

Da du für diese Variante nicht zwingend weiteren Programme (z. B. Lightroom Classic und Photoshop) benötigst, kommt das „Lightroom-Abo“ mit 1 TB Speicherplatz infrage. So findest du es: Gehe auf die Website des Herstellers, wähle die Rubrik „Lightroom“ aus und klicke auf „Abos vergleichen“. Lese dir dort alles in Ruhe durch, da sich der Artikel eventuell nicht auf dem aktuellen Stand befindet, wenn du das hier liest.

Preis: ab ca. 12 € im Monat (via Website + Desktop)


Variante 4

Lightroom Classic

Eine gute Wahl, wenn du mit Lightroom Classic sehr vertraut oder bereit dazu bist, viel Zeit zum Lernen aufzuwenden, deine Bilder oft professionell druckst und deine Daten nur teilweise in der Cloud speichern willst.

Diese kostenpflichtige Variante ist mächtiger aber auch deutlich komplizierter in der Anwendung, als die anderen. Lightroom Classic ist ein klassisches Desktop-Programm und bei vielen Fotografen sehr beliebt, weil es komplexe Workflows stark vereinfacht.

Für alle Einsteigerinnen erfordert die Software sehr viel Know How und eine lange Einarbeitungsphase, um von dem großen Funktionsumfang überhaupt profitieren zu können. Besonders komplex ist das Verwaltungs- und Backupsystem, das gar nicht so einfach zu erklären ist.

Wer es auf die Spitze treiben möchte, kann zum Beispiel seine Handy-Fotos aus Lightroom CC mit Lightroom Classic synchronisieren. Dadurch kannst du zum Beispiel deine Smartphone-Fotos auch mit den Lightroom-Classic-Werkzeugen auf dem Desktop bearbeiten. So einfach wie es klingt, ist es jedoch leider nicht, da die beiden Programme nicht dieselbe Sprache sprechen. Für einen reibungslosen Workflow brauchst du wieder zusätzliches Know How.

Für Lightroom Classic benötigst du ein „Foto-Abo“. Gehe auf die Website von Adobe, wähle dann die Rubrik „Lightroom“ aus und klicke auf „Abos vergleichen“. Du kannst dich zwischen zwei Abos entscheiden, die Lightroom Classic enthalten. In einem „Foto-Abo“ buchst du automatisch Lightroom CC mit dazu. Deine Abo-Wahl hängt davon ab, wieviel Speicherplatz du in der Cloud benötigst und natürlich wie groß dein Budget ist.

Preis: ab ca. 12 € im Monat (via Website + Desktop)


Meine Variante

Für die Bearbeitung meiner Kundenbilder und privaten Fotos verwende ich Lightroom Classic. Als ich mit der Bildbearbeitung startete, gab es Lightroom CC noch nicht. Zusätzlich nutze ich Photoshop für aufwändigere Retuschen und Korrekturen.

Meine Handy-Fotos für meine eigene Marke, zum Beispiel für Instagram, Pinterest und meine Website, bearbeite und verwalte ich ausschließlich mit Lightroom CC. Und das gefällt mir richtig gut! Ich genieße es, meine Bilder überall immer zur gleichen Zeit an jedem Ort zu haben.

Mein Fazit

Wenn du bereits mit Lightroom Classic vertraut bist und du auf die vielen Einstellungsmöglichkeiten nicht verzichten möchtest, wird sich ein kompletter Umstieg auf Lightroom CC vielleicht als eine Enttäuschung entpuppen. Dann mache es so, wie ich, und probiere CC für deine Smartphone-Fotos parallel aus.

Solltest du jedoch viele Funktionen gar nicht genutzt und dich eher überfordert gefühlt haben, könnte ein Umstieg auf die Variante 3 interessant für dich sein. Da Lightroom CC sowieso in deinem Foto-Abo inbegriffen ist, empfehle ich dir das ganze „Ökosystem“ einfach mal parallel auf deinem Desktop oder mobil auszuprobieren. Mir gefällt die Cloud-basierte Benutzeroberfläche sehr gut, weil sie wesentlich ruhiger und minimalistischer ist.

Wenn du noch nicht so sehr mit der Bildbearbeitung vertraut bist und nur eine Lösung für deine Smartphone-Fotos benötigst, rate ich dir auf jeden Fall dazu erst einmal mit der kostenlosen Variante 1 einzusteigen.

Variante 2 ist ideal, wenn du keinen Dektop-Computer hast und trotzdem über ein Tablet deine Fotos in einer großen Ansicht bearbeiten möchtest. Oder wenn du einfach nur die zusätzlichen Premium-Funktionen wie die „Reparatur“ nutzen möchtest.

Link-Tipp

Hier bei der Lightroom Queen findest du einen detaillierten Vergleich der Funktionen von Lightroom Classic und Lightroom CC.

Ein guter Gedanke

Mehr Funktionen zu haben, bedeutet nicht immer, dass du besser Ergebnisse erzielen kannst. Mute dir gerade als Anfänger*in nicht zu viel zu. Je einfacher dein Werkzeug für die Bildbearbeitung ist, desto intuitiver und selbstsicherer kannst du es benutzen und desto besser werden am Ende auch deine Fotos.