In 3 Schritten zu einem einheitlichen Farblook für deine Fotos

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Farblook für unsere Fotos

Die Art und Weise, wie wir die Farben und Kontraste in unseren Bildern verfeinern, ist ein wichtiger Bestandteil unseres eigenen Bearbeitungsstils. Denn durch sie drücken wir in unseren Fotos ein Gefühl aus, das sie nach „uns“ aussehen lässt.

Eine sehr gute Grundlage für unser Color Grading sind hochwertige Presets, mit denen wir unseren Fotos einen professionellen Farblook verleihen.

Wie du vielleicht schon festgestellt hast, reicht ein „Klick“ auf das Preset deiner Wahl nicht aus, um einen einheitlichen Farblook für alle deine Fotos zu erreichen. Ich zeige dir, wie du in drei Schritten dieses Problem in den Griff bekommst.


1. Verfolge einen konsistenten Aufnahmestil

Dark & Moody vs. Light & Airy – zwei natürliche Farblooks, die sich jedoch durch die Beleuchtung, Umgebung und Kamereinstellungen voneinander unterscheiden

Ein heller und natürlicher Farblook entsteht nicht erst in der Bildbearbeitung, indem du einfach ein Preset anwendest, den Kontrast verringerst und die Helligkeit stark erhöhst. Es gibt drei Dinge, auf die du dich beim Fotografieren konzentrieren solltest, um einen konsistenten Farblook für deine Fotos zu erreichen.

  1. Beleuchtung (Offener Schatten, Golden Hour, direktes Fensterlicht)
  2. Kameraeinstellungen (ISO, Blende, Verschlusszeit)
  3. Farbpalette (Motiv, Umgebung)

Gehe diese drei Dinge einmal in Ruhe durch und überlege, ob du deinen Aufnahmestil verändern könntest, um ihn einheitlicher zu gestalten.

Für einen hellen und natürlichen Look wäre zum Beispiel eine helle, neutrale Umgebung und weiches indirektes Licht im offenen Schatten vorteilhaft. Für einen natürlichen „Dark & Moody“-Look eignen sich dunkle, erdige Farben in der Umgebung und ein direktes, schummriges Fensterlicht.

Um einen einheitlichen Farblook zu erreichen, ist es außerdem hilfreich, die Farben in deinem Bild auf eine bestimmte Anzahl zu begrenzen. Oder zumindest auszuschließen, welche Farben nicht in deine Farbpalette passen.


2. Verwende ein Farbpreset als Basis und bleib dabei

Links: Farbpreset ohne Tweaks – Rechts: Farbpreset mit Tweaks

Mit deinem Farbpreset definierst du die finale Farbpalette deiner Fotos.

Bei der Definiton eines Farblooks geht es nicht nur darum, welche Farben verwendet werden, sondern auch darum, welche Farben entfernen und abgeschwächt werden. Die Presets, die früher genutzt habe, brachten mir nie zu hundert Prozent das farbliche Ergebnis, das ich mir gewünscht hätte. Ich habe deshalb immer ein paar Einstellungen verfeinert, wie zum Beispiel die Sättigung bestimmter Farben und den Kontrast, der sich auch auf die Farbdarstellung auswirkt.

Wichtig ist, dass du deine Tweaks einmal an ein paar ausgewählten Fotos machst, die deinen Aufnahmestil repräsentieren. In Bezug auf die Belichtung, Kamereinstellungen und die Umgebung.

Spare Zeit und vereinfache deinen Workflow, indem du dein Farbpreset mit deinen Tweaks aktualisierst. Und fertig ist dein eigenes Farbpreset.


3. Bearbeite deine Fotos konsistent

Dunkler, kontrastreicher, warmer vs. heller, kontrastarmer, kühler Bearbeitungsstil

Nicht immer sind unsere Bilder korrekt belichtet und oft sind das Licht und die Farben ganz anders, als wir sie haben wollen. Damit dein Farblook trotzdem konsistent bleibt, passe dein Farbpreset an die Farb- und Lichtumgebung an.

Durch eine direkte Beleuchtung sind die Schatten, Lichter und Kontraste stärker. Auch die Sättigung der Farben ist höher, als durch eine diffuse Beleuchtung. Gegenlicht bewirkt, dass der Kontrast abgeschwächt wird und die Farben etwas verwaschen aussehen.

Genauso gut kann es sein, dass in der Umgebung eine bestimmte Farbe auftaucht, die nicht zu deiner Farbpalette gehört und der du deshalb mehr Aufmerksamkeit schenken solltest.

Es gibt viele unterschiedliche Bearbeitungsstile:

  • hell oder dunkel
  • warm, kalt oder neural
  • kontrastreich oder kontrastarm
  • geringere oder stärkere Sättigung der Farben

Überlege einmal, welchen Stil du in deine Bearbeitung verfolgen möchtest. In diesem Beitrag findest du Tipps, wie du dein Preset am besten anpasst.

Versuch darauf zu achten, dein Preset einheitlich anzupassen. Wichtig ist, dass du bei einem Stil bleibst, sodass die Helligkeit, der Kontrast und die Farben in deinem Bild konsistent aussehen.

Wenn du immer wieder an den gleichen Orten und mit ähnlichen Lichtbedingungen fotografierst, kannst du dir auch Presets für unterschiedliche Lichtszenarien anlegen.

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